Intelligente Zähler für die Energiewende

Die Energiewende erfordert nicht nur den Ausbau erneuerbarer Energiequellen, sondern auch eine intelligente Infrastruktur. Hier spielen Smart Meter eine entscheidende Rolle. Diese intelligenten Stromzähler ermöglichen eine präzise und zeitnahe Erfassung des Stromverbrauchs, was essenziell für die Optimierung des Energieflusses und ein nachhaltigeres Energiemanagement ist.

Erzeugung und Verbrauch kennen – und intelligent steuern

Was ist Smart Metering?

Unser Energiesystem wandelt sich. Überall sehen wir Windparks an den Küsten, Solaranlagen auf Dächern und Freiflächen. Sie liefern grüne Energie für eine nachhaltigere Energieversorgung. Doch egal wie man es dreht und wendet: Die Sonne scheint nicht nachts und der Wind weht nicht überall gleich stark. Anders formuliert: Im Gegensatz zu konventionellen Energiequellen produzieren erneuerbare Energien nicht abhängig vom Bedarf und Verbrauch, sondern abhängig vom Wetter. Mal wird mehr Strom erzeugt als verbraucht, mal weniger. Die Volatilität, bedingt durch Sommer, Winter, Tag und Nacht, Windstille und Dunkelflaute, ist weiterhin eine ungelöste Herausforderung.

Um mit diesen Schwankungen besser umgehen zu können, müssen Verteilnetzbetreiber genau wissen, wo und wann Strom gebraucht wird oder überschüssig ist. Hier kommen moderne Technologien ins Spiel. Mithilfe der Digitalisierung und intelligenten Stromzählern, den sogenannten Smart Metern, können sie die Energienetze klug steuern und für die Zukunft rüsten.

Was ist ein Smart Meter?

So funktioniert ein Smart Meter

Bisher wurde der Stromverbrauch in der Regel mit einem elektromechanischen Stromzähler, dem sogenannten Ferraris-Zähler, gemessen. Der Zählerstand wird jährlich vor Ort abgelesen. In einigen privaten Haushalten und vielen Unternehmen sind bereits moderne Messeinrichtungen installiert. Dabei handelt es sich um digitale Stromzähler, die die Verbrauchsdaten speichern und auf einem Display anzeigen. 

Wird diese moderne Messeinrichtung durch eine Kommunikationseinheit – das sogenannte Smart-Meter-Gateway – ergänzt, spricht man von einem intelligenten Messsystem. Erst dann kann der Zähler Daten nicht nur erfassen, sondern auch auswerten, automatisch übertragen und Zugriffsrechte verwalten. Diese Unterscheidung zwischen modernen Messeinrichtungen und intelligenten Messsystemen ist nach wie vor wichtig, da das Messstellenbetriebsgesetz (MsBG) unterschiedliche Anforderungen an die beiden Zählertypen stellt – zum Beispiel in Bezug auf den Umfang der Geräte, deren Funktionen und zu erhebende Entgelte.

Smart Meter – kurz erklärt

Energie. Für Euch.

Ist Strom heute digital?

Energie haben unsere Kolleg*innen und Uke Bosse reichlich. Und auch Antworten zu allen Fragen, wie und wer unseren Strom heute und in Zukunft dorthin lenkt, wo er gebraucht wird. Überzeugt Euch selbst.

Smart Meter: Die Vorteile auf einen Blick

Durch Investitionen in Smart Meter und die digitale Energieinfrastruktur tragen wir aktiv zum Schutz unseres Klimas bei. Mit jedem Zähler kommen wir einer nachhaltigeren Energiewelt von morgen einen Schritt näher. Und das bringt konkrete Vorteile für Haushalte und Unternehmen:

Höhere Einsparpotenziale

Smart Meter visualisieren den Stromverbrauch sekundengenau. Damit wird nicht nur die Stromrechnung verständlicher, auch Stromfresser lassen sich schnell identifizieren. Das ermöglicht einen effizienteren und verantwortungsvolleren Umgang mit Energie. Denn wer sein Verbrauchsverhalten kennt, kann auch leichter Strom sparen. 

Sichere Netze

In Deutschland gehen immer mehr Erneuerbare-Energien-Anlagen ans Netz. Aber: Nicht immer weht der Wind und nicht immer scheint die Sonne. Trotzdem muss die Strom­versorgung immer gewährleistet sein. Außerdem steigt der Energie­bedarf zu bestimmten Zeiten; zum Beispiel abends, wenn viele Menschen ihre Elektro­autos aufladen. Intelligente Mess­systeme ermöglichen es, die Erzeugung und den Verbrauch besser aufeinander abzustimmen. Dadurch können Netz­betreiber ihre Strom­netze optimal auslasten.

Mehr Komfort

Dank Smart Meter werden die Verbrauchsdaten automatisch und sicher an Messstellenbetreiber übermittelt. Das bedeutet, dass kein Ablesedienst mehr ins Haus oder in die Wohnung kommen muss. Viele Messstellenbetreiber bieten inzwischen auch nutzerfreundliche Apps an, mit denen sich alle Verbräuche auf einen Blick nachvollziehen lassen. Das ist bequem und spart Geld.

Smartes Energiemanagement

In modernen Energie­spar­gebäuden sorgt ein intelligentes Energie­management­system für eine effizientere Steuerung des Energie­haushalts. Dabei geht es um weit mehr als nur um das Erfassen von Verbrauchsdaten: Das System analysiert, wie und wann Energie verbraucht oder erzeugt wird. Auf dieser Basis trifft es kluge Entscheidungen – etwa, ob der selbst produzierte Strom sofort genutzt, für später gespeichert oder ins öffentliche Netz eingespeist wird. Auch wird der Strombezug optimal an die aktuellen Bedingungen und Tarife angepasst. Der Schlüssel hierfür sind Smart Meter, die die erforderlichen Echtzeitdaten liefern, um dieses Energie­management­system zu ermöglichen.

Neues Gesetz soll die Einführung von Smart Metern beschleunigen

Mit der Einführung intelligenter Stromzähler, dem sogenannten Smart-Meter-Rollout, verfolgt die Bundesregierung das Ziel, eine geeignete technische Infrastruktur für die Energiewende zu schaffen. Am 12.05.2023 hat der Bundesrat dem Gesetz zum Neustart der Digitalisierung der Energiewende zugestimmt. Dieses Gesetz legt verbindliche Ziele für den flächendeckenden Einsatz von Smart Metern bis zum Jahr 2030 fest. 

Bereits ab 2025 müssen in Haushalten mit einem Jahresstromverbrauch von mehr als 6.000 Kilowattstunden (kWh) verpflichtend Smart Meter installiert sein. Gleiches gilt für Betreiber*innen von Photovoltaikanlagen ab sieben Kilowatt-Peak (kWp) Leistung und Haushalte, die mit ihrem zuständigen Verteilnetzbetreiber die Steuerung einer Verbrauchseinrichtung wie einer Wärmepumpe oder einem E-Auto vereinbart haben.

Das Gesetz sieht vor, dass bis 2030 alle Verbraucher*innen mit intelligenten Zählern ausgestattet sein sollen. Unternehmen, die für die Installation dieser Zähler zuständig sind, werden schrittweise alle relevanten Verbrauchsstellen damit ausstatten.  

Gut zu wissen: Selbst Haushalte mit einem niedrigeren Stromverbrauch haben die Möglichkeit, auf Wunsch einen Smart Meter installieren zu lassen. Damit können sie von den Vorteilen eines transparenten Energieverbrauchs profitieren und Kosten sparen.

Westenergie Metering: Der Partner für den Smart-Meter-Rollout

Die Westenergie Metering GmbH ist das Kompetenzzentrum für den Smart- Meter- Rollout. Als einer der ersten Anbieter in Deutschland erhielt das Unternehmen bereits im Jahr 2017 das Zertifikat zum Smart-Meter-Gateway-Administrator gemäß ISO 27001. Weitere Informationen über den flexiblen Dienstleistungsbaukasten für intelligente Zähler für Strom und Gas gibt es hier: 

Antworten auf häufige Fragen