Wir gratulieren dem Klimaschutzhelden 2019

Repair-Café „Flickstuff Prüm“ gewinnt Voting

Ein Mann und eine Frau stürmen als Superhelden verkleidet über das Dach eines Hochhauses.
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In 2019 haben wir 381 Projekte in Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz mit dem Klimaschutzpreis prämiert. Drei Projekte haben wir auch dieses Mal wieder ins Finale um den Titel des Klimaschutzhelden geschickt. Der Sieger wurde im Januar 2020 per Online-Voting ermittelt, alle Interessenten konnten auf unserem Facebook-Kanal für ihren Favoriten abstimmen. Die meisten Fans hatte am Ende das Repair-Café „Flickstuff Prüm“. Wir gratulieren den Gewinnern aus der Kommune Prüm ganz herzlich zum Titel „Klimaschutzheld 2019“! 

Der Gewinner des Repair-Cafés wurden am 10. März 2020 auf der 13. Klimaschutzkonferenz des DStGB in Bonn offiziell ausgezeichnet. Anfang 2021 geht die Wahl des Klimaschutzhelden in die nächste Runde.

Repair-Café „Flickstuff Prüm“

innogy Klimaschutzheld-Projekt 2019: Repair-Café „Flickstuff Prüm“

Im Haus der Jugend kämpfen Bürger gegen die Wegwerfgesellschaft

Das Repair-Café „Flickstuff Prüm“ öffnet alle sechs bis acht Wochen seine Pforten. Dann bringen Bürger aus Prüm und Umgebung ihre defekten Geräte mit, um sie dort gemeinsam mit fachkundigen Helfern zu reparieren. Die Gegenstände im Fachhandel reparieren zu lassen, ist in der Regel nicht mehr möglich oder absolut unwirtschaftlich. So verlängert das Repair-Café die Lebensdauer von Gütern und setzt ein Zeichen gegen die heutige Wegwerfgesellschaft. In der Flickstuff können Ressourcen geschont, Nachhaltigkeit gefördert, ein Beitrag zur Reduzierung der Müllberge geleistet und das Reparaturwissen weitergegeben werden. Für die eigentliche Reparatur fallen keine Kosten an, lediglich Ersatzteile müssen erstattet oder selbst besorgt werden. Spenden sind natürlich willkommen. Verschiedenste Fachleute werken in der Flickstuff – zum Beispiel Elektriker, Schreiner, Computerkenner, Mechaniker oder Schneider. Sie improvisieren sowohl mit moderner Technik (3D-Druck) als auch mit kreativen wie konventionellen Bastelideen, um so manchem totgeglaubten Gegenstand ein zweites Leben zu ermöglichen. So vermeiden sie auch, dass Besitzer ihre liebgewonnenen Dinge ausrangieren müssen. Neben Jochen Pauls, zentraler Ansprechpartner für die Flickstuff, engagieren sich fünfzehn Ehrenamtliche im Repair-Café.

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Rehkitz-Rettung

innogy Klimaschutzheld-Projekt 2019: Rehkitz-Rettung in Sassenberg

Sassenberger retten junge Rehe vor grausamem Tod

Über 100.000 Rehkitze und Hunderttausende weitere Wildtiere sterben jedes Jahr in Deutschland durch landwirtschaftliche Mäh- und Erntemaschinen. Deshalb werden seit einiger Zeit auch Drohnen eingesetzt, um die Tiere im hohen Gras zu finden und vor einem grausamen Tod zu retten. Genau dies tut die von Norbert Meinersmann gegründete Sassenberger Rehkitz-Rettung. Allein in den beiden Monaten Mai und Juni 2019 bewahrte sie 32 Rehkitze vor den Maschinen, indem sie die Jungtiere von Hand an einen sicheren Ort umsetzten. Viele weitere Kitze und andere Feldbewohner wurden zudem aus dem Feld gescheucht und deren Rückkehr vor dem Mähen verhindert. Die Drohne von Meinersmann legte dazu auf 64 Sucheinsätzen rund 470 Kilometer Strecke zurück und war dabei 85 Stunden in der Luft. Mithilfe einer Wärmebildkamera, die an der Drohne befestigt ist, lassen sich die Rehkitze im hohen Gras sehr genau aufspüren. Viel schneller und effektiver, als dies mit einer herkömmlichen Drohne möglich wäre. Die Sassenberger Rehkitz-Rettung arbeitet ehrenamtlich, leistet einen wertvollen Beitrag für die Natur und natürlich zum Wohl der Tiere, deren Leben dadurch gerettet wird.

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Nachhaltige Baumbewässerung

innogy Klimaschutzheld-Projekt 2019: Nachhaltige Baumbewässerung aus altem Swimmingpool-Material

Verena Hankeln aus Hamminkeln näht Bewässerungssäcke aus altem Swimmingpool-Material

Wenn sich diese nachhaltige Methode durchsetzt, spart die Stadt Hamminkeln in Zukunft Kapazitäten für die Bewässerung ihrer Stadtbäume. Dank Verena Hankeln, denn sie ergriff einfach selbst die Initiative und nähte Wassersäcke aus dem PVC des alten Swimmingpools ihres Nachbarn. Dies tat sie, weil die originalen Wassersäcke aus dem Baumarkt sehr teuer, zeitweise vergriffen und nicht so nachhaltig sind wie ihre Marke Eigenbau. Sechs Säcke mit einem Fassungsvermögen von 10 bis 20 Litern hat sie genäht. Die Löcher der Naht sorgen dafür, dass das Wasser das Erdreich unter den Bäumen ausreichend durchnässt. Auf diese Weise bewässert Hankeln insgesamt 16 Bäume auf den Straßen Postweg und Am Freibad. Die Säcke befüllt sie mit Wasser aus ihrer Grundwasserspritze, die sie in einem selbstgenähten 80 Liter-Sack und einer Schubkarre transportiert.

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